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Aminosäuren: Muskelaufbau aus der Dose?

02. April 2025

Die richtige Ernährung ist für den Muskelaufbau wichtig. Doch vielen reicht das nicht: Sie greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln, die versprechen, den Muskelaufbau zu verbessern und zu beschleunigen. Dazu gehören unter anderem Aminosäuren.

Aber ist die Sache so einfach - ein bisschen Pulver und schon wachsen die Muskeln wesentlich schneller? Richtig ist, dass Aminosäuren im Körper und besonders in den Muskeln wichtige Aufgaben haben. Ein Mangel an Aminosäuren kann im Körper Schaden anrichten. Aminosäuren sind Grundbausteine von Proteinen, auch Eiweiße genannt, die den Transport von Nährstoffen unterstützen, an der Struktur von Zellen beteiligt sind und zur guten Funktion des Immunsystems beitragen. Einige Aminosäuren sind Vorläufer für Neurotransmitter und Hormone, die an verschiedenen wichtigen Funktionen des Körpers beteiligt sind.

Aminosäuren bauen Proteine im Körper auf

In den Muskeln sind Aminosäuren dafür zuständig, Risse in den Muskelfasern zu reparieren, die entstehen können, wenn beim Sport das Gewebe stark beansprucht wird. Außerdem werden beschädigte Proteine in den Muskeln wiederhergestellt. Aminosäuren, die Proteine aufbauen, gibt es in zwei Kategorien: Essenzielle Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen - wir müssen sie mit der Nahrung zu uns nehmen. Nicht-essenzielle Aminosäuren dagegen stellt der Körper selbst her - dazu gehören:

  • Leucin: Sorgt dafür, dass das Muskelgewebe repariert wird, außerdem kümmert es sich um die Produktion von Wachstumshormonen, die Wundheilung und die Regulierung des Blutzuckerspiegels.
  • Isoleucin: Ist am Muskelstoffwechsel, den Immunfunktionen und der Energieregulierung beteiligt. 
  • Valin: Sorgt für das Muskelwachstum, die Geweberegeneration und die Energieerzeugung. 
  • Phenylalanin: Ist wichtig für die Hormone Adrenalin und Noradrenalin und das Glückshormon Dopamin.
  • Methionin: Unterstützt den Aufbau der Mineralstoffe Zink und Selen, das Wachstum von Gewebe und den Stoffwechsel.
  • Tryptophan: Reguliert die Produktion von Serotonin - das „Wohlfühlhormon“ reguliert Stimmung, Schlaf und Appetit.
  • Threonin: Ist ein Bestandteil von Kollagen und Elastin, die für die Struktur von Haut und Bindegewebe zuständig sind, und ist beteiligt am Fettstoffwechsel.
  • Lysin: Trägt zum Fettstoffwechsel und Erhalt von Muskel- und Bindegewebe bei.
     

BCAA: Ein Wundermittel für den Muskelaufbau?

Drei dieser Aminosäuren - nämlich Leucin, Isoleucin und Valin - sind sogenannte „verzweigtkettige Aminosäuren“. Auf Englisch: branched chain amino acids, abgekürzt BCAA. Kraftsportler setzen häufig bei Nahrungsergänzungsmitteln auf eine Kombination dieser Aminosäuren, denn sie sollen die Produktion von Proteinen am besten ankurbeln und außerdem den Muskelabbau verhindern. Deshalb werden häufig Kapseln oder Pulver mit den BCAA-Aminosäuren angeboten, die dem Muskelaufbau helfen sollen.

Doch sind sie wirklich nötig? Für Freizeitsportler reicht es, den Körper über eine ausgewogene Ernährung mit genügend Aminosäuren zu versorgen und den Muskelaufbau voranzubringen. Zu den geeigneten Lebensmitteln, die dem Körper helfen, Aminosäuren zu bilden, gehören: Hühnchen, Rindfleisch und Lachs, Sojabohnen, Gemüse wie Erbsen, Spinat und Mais, Walnüsse und Cashewkerne, Tofu und Eier.

Sie haben Fragen zum Thema Aminosäuren oder Ernährung im Allgemeinen? Gesundheits-Experten und -Expertinnen aus Ihrer Region beraten Sie gerne. Hier gelangen Sie zur Expertensuche.

Operation nicht immer nötig

Kleinere Risse im Meniskus heilen oft ohne Operation ab. Sie lassen sich konservativ mit Physiotherapie behandeln. Dadurch wird vor allem die Beinmuskulatur gestärkt, wodurch das Kniegelenk entlastet wird. Gegen eine Operation spricht auch häufig das Alter des Patienten - bei älteren Menschen wird öfter von einer Operation abgeraten, da sie zum Beispiel ein erhöhtes Narkoserisiko haben. Außerdem wurde in Studien festgestellt, dass zwischen zwei Gruppen, die entweder tatsächlich operiert wurden oder die nur eine Scheinoperation bekamen, nach einigen Monaten kaum ein Unterschied bei der Heilung zu erkennen war.

Sind die Schmerzen im Meniskus jedoch stark und führt eine längere konservative Behandlung nicht zum gewünschten Erfolg, kann eine Operation am Meniskus nötig sein. Die Operation wird heute meist arthroskopisch durchgeführt. Ein Arthroskop wird dabei ins Kniegelenk eingeführt und mit minimalinvasiven Geräten wird der geschädigte Meniskus zum Teil oder ganz entfernt. Dabei sollte immer so viel Gewebe wie möglich erhalten bleiben.

 

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